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Ein paar Stunden in der Sauna verbringen, das ist Entspannung pur! Um jedoch den Saunagang und das entspannte Gefühl danach richtig genießen zu können, sollte man einige Regeln beachten. Denn nur wer richtig sauniert, der unterstützt die gesundheitsfördernde Wirkung des Heißluftbads.
In der jetzigen Jahreszeit sind wir ständigen Temperatur- und Wetterwechseln ausgeliefert. Die Körpertemperatur sinkt, auch wenn man sich mit entsprechender Kleidung schützt. Ferner werden die Aufenthalte an der frischen Luft verringert. Ständig trockene Heizungsluft trocknet die Schleimhäute zusätzlich aus. All das vermindert unsere eigene Immunabwehr und Erreger haben es leicht, sich einzunisten und vermehrt Erkältungskrankheiten auszulösen.
Die ständige Dunkelheit kann auf die Gesamtverfassung drücken und die Stimmung verschlechtern. Hierzu kommen häufig Müdigkeit und wenig Entspannung.
Saunieren fördert die körpereigene Immunabwehr und stärkt somit den Organismus vor äußeren Einflüssen und schützt vor Erkältungen. Auch Herz-Kreislauferkrankungen können positiv beeinflusst werden. Regelmäßige Saunagänge fördern die Durchblutung und regen Kreislauf und Stoffwechsel an. Der Körper wird durch das regelmäßige Schwitzen, unter Einhaltung bestimmter Regeln, entgiftet und zur Regeneration angeregt. Das geschieht durch den erhöhten Stoffwechsel und Ausscheiden von Giftstoffen über die Haut. Durch das Wechselbad von Hitze und Kälte erhöht sich der Tonus der Blutgefäße und der Kreislauf wird angeregt.
Manche Saunaanlagen haben gleich mehrere Saunen, je nach Befindlichkeit und Vorlieben unterschiedlich temperiert. Es werden, neben der bekannten finnischen Sauna (90 °C) mit eher trockener Wärme auch Sanarien angeboten. Eine kreislaufschonende Saunavariante, bei der die Raumtemperatur zwischen 46 und 60 °C und die Luftfeuchtigkeit zwischen 40 und 55% liegt. Verschiedene Farben können zusätzlich die Sinne ansprechen. Etwas sanfter ist die Dampfsauna, welche sich mittels Wasserdampf auf eine Raumtemperatur von etwa 37 bis 60 Grad Celsius aufheizt. Dampfsaunen dienen ebenfalls der Vorbeugung von Krankheiten sowie der Anregung des Stoffwechsels, wobei der Körper auf schonende Art entschlackt wird. Sie wirken befreiend auf die Atemwege. Ein Aufenthalt in der Dampfsauna bewirkt außerdem das Öffnen der Poren und reinigt die Haut.
TIPP für Rheuma-Patienten
Im akuten Rheumaschub ist es nicht empfehlenswert, in die Sauna zu gehen. Die Wärme wird in dieser Zeit oft als eher unangenehm empfunden und es ist davon abzuraten. Bei entzündlich geschwollenen Gelenken sollte eher eine Kältebehandlung angewandt werden. Wärme kann hier den Schub zusätzlich verschlimmern
Wichtige Saunaregeln:
Nicht direkt nach dem Sport in die Sauna gehen
Körperliche Anstrengung unmittelbar vor dem Saunabesuch ist nicht ratsam. Der Besucher sollte mindestens eine Ruhepause von fünfzehn Minuten einhalten. Auch nach dem Saunabad ist jeglicher Sport tabu. So wirkt die Entspannung länger. Vor dem Saunabad empfiehlt sich eine leichte Mahlzeit.
Sauna und Dampfbad in Ruhe genießen
Jeglicher Zeitdruck ist fehl am Platze. Der Gast sollte sich entspannen, Alltagsprobleme hinter sich lassen und mindestens zwei Stunden für den Besuch einplanen - dann ist der Erholungseffekt umso wirksamer.
Daneben gilt: immer nackt schwitzen. Kleidung könnte die Haut reizen und ihre Atmung behindern.
Gründlich abduschen
Der Besucher sollte zu Beginn ein ausgiebiges Duschbad nehmen, damit Make-up-, Creme- und Ölreste verschwinden. Ratsam ist, die Haut anschließend gut abzutrocknen, da trockene Haut schneller schwitzt. Eine trockene Bürstenmassage vor der Dusche fördert zudem die Durchblutung der Haut und löst abgestorbene Hautschüppchen.
Zeitlimits beachten
Der einzelne Saunagang kann zwischen zehn und 20 Minuten dauern. Geübte absolvieren bis zu drei Saunagänge, anderen reicht schon einer. In jedem Fall sollte der Besucher auf die Signale des Körpers achten und nichts übertreiben. Wer einen niedrigen Blutdruck hat, kann den Kreislauf mit einem warmen Fußbad auf die Hitze einstimmen.
Viel trinken
Zwischen den Saunagängen sollte man die verlorene Wassermenge nicht gleich auffüllen, anderenfalls verringern sich die Ausscheidung der Schadstoffe und der Reinigungseffekt. Nach dem Saunabesuch ist es jedoch wichtig, viel zu trinken - allerdings keinen Alkohol, sondern Mineralwasser und verdünnte Fruchtsäfte.
Schwangerschaft
Schwangere sollten erst nach Rücksprache mit dem Arzt in die Sauna gehen. Ist die Schwangerschaft unkompliziert, spricht aber grundsätzlich nichts gegen ein Heißluftbad.
Erkältung
Der Wechsel zwischen Schwitzen und Abkühlen stärkt das Immunsystem. Wer jedoch bereits erkältet ist, sollte nicht in die Sauna gehen: Die Temperaturreize bringen die Infektion erst richtig zum Ausbruch. Klingt die Erkältung ab, kann ein Schwitzbad helfen, die restlichen Krankheitserreger auszuscheiden.
Verletzungen
Tabu ist ein Saunabesuch auch bei offenen Wunden; einem starken Bluterguss; Erkrankungen, die mit Fieber einhergehen; Entzündungen - besonders, wenn Organe und Blutgefäße betroffen sind, nicht ausgeglichene Erkrankungen des Herzens und des Kreislaufs; Epilepsie- und Krebserkrankungen, Leber und Nierenveränderungen, Durchblutungsstörungen des Gehirns und Regulationsstörungen des Nervensystems.
Abkühlung
Die Abkühlung nach dem Schwitzbad gehört zum Saunen dazu und sollte nicht vergessen werden. Schließlich hat der Körper jetzt einen vermehrten Bedarf an Sauerstoff, da die Hitze Stoffwechsel und Durchblutung angeregt haben.
In der frischen Luft können die erwärmten Atemwege abgekühlt werden. Hat die Sauna Gartenanschluss, ist es gut, sich dort ausgiebig zu bewegen und dabei tief durchzuatmen. An die Abkühlphase sollte ein Fußbad in mit etwa 40 Grad warmem Wasser folgen, damit die durch die Kälte zusammengezogenen Gefäße sich langsam wieder öffnen.
Ruhephase
Nach der Abkühlung sollte der Gast sich in einen warmen Bademantel wickeln und auf einer Liege mindestens 15 Minuten entspannen. Dort kann er ein Nickerchen halten, lesen oder Musik hören. Ein oder zwei Saunagänge können dann noch folgen. Nach dem Besuch sollte der Saunagänger sich warm anziehen. Außerdem tut er gut daran, seinem Körper nach den kreislaufbelastenden Temperaturschwankungen noch ein wenig Entspannung zu gönnen. |