Der Chefsessel ist Symbol und Funktion zugleich. Einerseits ist ein Chefsessel ganz wörtlich ein schlichter „Arbeitsplatz“. Andererseits ist der Chefsessel heute das, war früher der Thron war: Symbol und Ort der höchsten Macht.
So muss ein guter Chefsessel also vor allem ein bequemer Sitzplatz mit der vollen Funktionalität eines Büroarbeitsstuhls sein. Und der Chefsessel muss eine gewisse Würde und Wertigkeit ausstrahlen. Je nach Geschmack des Besetzers (pardon: Besitzers), darf der Chefsessel auch Prestige verströmen.
Das klassische Material für den Chefsessel ist Leder. Leder ist edel und strapazierfähig. Ein Chefsessel aus einem guten Leder ist demzufolge widerstandsfähig und sieht gut aus. Vielleicht erinnert so ein Chefsessel an die Sitze in einem Jaguar oder Daimler. Jedenfalls zeigt ein Chefsessel aus Leder, dass der, der darin sitzt, auf Qualität und Haltbarkeit Wert legt. Dieser Chefsessel macht seinen Chef zum Kenner.
Da ein Chefsessel aber tatsächlich ein Arbeitsplatz ist, muss er auch wirklich gut funktionieren. Ein Chefsessel muss flexibel sein und alle Bewegungen und Arbeiten ermöglichen. Die Einstellbarkeit von Neigung, Armstützen, Sitz und Lehne des Chefsessel dient nicht der Angabe sondern der Gesundheit und Leistungsfähigkeit. Ein Chefsessel muss, wie jeder Arbeitsstuhl, auch unter orthopädischen Gesichtspunkten ein gutes Bild abgeben. Immerhin verbringt sein Besitzer viel Zeit im Chefsessel. Und er trifft darin wichtige Entscheidungen, die nicht von Rückenschmerzen geprägt sein sollten.
Ein guter Chefsessel dient also nicht nur dem Ansehen des Chefs, sondern auch dem Wohlergehen seiner Untergebenen. So wie ein weicher Thron das Urteil des Königs milde stimmen konnte.
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