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Toilettenpapier



Toilettenpapier (Klopapier, WC-Papier) ist ein Produkt, das unterschiedliche Anforderungen erfüllen muss. Toilettenpapier soll hautfreundlich und möglichst weich sein. Dabei muss Toilettenpapier aber während dem Gebrauch recht stabil und reißfest sein. Toilettenpapier muss außerdem saugfähig und nassfest sein. Und schließlich muss Toilettenpapier in der Kanalisation leicht zerfallen und darf nicht klumpen. Bis zum modernen Toilettenpapier war es ein langer Weg.

Was unsere frühen Vorfahren für die Toilettenhygiene benutzen wissen wir nicht so genau. Wahrscheinlich waren trockenes Laub und Gräser die Vorläufer des Toilettenpapiers. Vielleicht kamen später auch Stofflappen zum Einsatz, die Frühgeschichte des Toilettenpapiers und der Toilettenhygiene ist noch zu schreiben. Der erste Bericht über die Nutzung von speziellem Toilettenpapier stammt aus China. 1391 nutze der Kaiser Papierbögen von ca. 60 x 90 cm als Toilettenpapier. Die kaiserlichen Lieferanten begannen mit der Produktion von 720000 Bogen Toilettenpapier pro Jahr.

Um 1700 werden in America Maiskolben und Maisblätter als "Toilettenpapier" genutzt. Später nimmt Zeitungspapier den Platz des pflanzlichen "Toilettenpapier" ein. Der nächste echte Schritt auf dem Weg zum heutigen Toilettenpapier war 1857 die Einführung von verpacktem Toilettenpapier. Es waren Pakete mit 500 Blatt und es war das wohl erste Toilettenpapier mit Aloe. 1890 kommt das Toilettenpapier endlich auf die Rolle. Und das Toilettenpapier auf der Rolle ist perforiert.
Die erste Fabrik für Toilettenpapier in Deutschland, Hakle nach dem Gründer Hans Klenk, entsteht 1928 in Ludwigsburg.

Erst 1942 sieht der Markt das erste 2lagige Toilettenpapier und Ende der 50er Jahre verbreitet sich von Amerika her das Tissue-Toilettenpapier, das weicher und hautfreundlicher ist als das bis dahin verbreitete Toilettenpapier aus Krepppapier.

Inzwischen gibt es Toilettenpapier aus bis zu 5 Papierlagen. Die Oberfläche von Toilettenpapier wird mit einer Prägung versehen. Durch die Prägung wird bei mehrlagigem Toilettenpapier die Haftung der Einzellagen untereinander sowie die Festigkeit des Blattes erreicht. Eine Kombination aus weichen Zellstofffasern mit besonders dicken und sicheren Lagen aus dichtem Faserverbund kennzeichnet mehrlagiges Toilettenpapier. Die Weichheit wird durch die Strukturierung der Oberfläche erzielt.

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